Die georgische Wirtschaft soll 2019 um 5% wachsen

Die georgische Wirtschaft soll 2019 um 5% wachsen

Eine stabile Landeswährung, steigende Investitionen und ein Wirtschaftswachstum von 5% erwarte Georgien im Jahr 2019, sagte Wirtschaftsminister Giorgi Kobulia im georgischen Parlament.

Laut Kobulia solle Georgien trotz nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung immer noch die hohe Armutsrate bekämpfen. „Obwohl die aktuelle Statistik zeigt, dass die Armutsgrenze im Vergleich zu 2013 um 10% zurückgegangen ist, bleibt die Bekämpfung der Armut eine unserer größten Herausforderungen und Hauptprioritäten. Wir haben immer noch eine Armutsquote von 20% und müssen diese weiter reduzieren. Das Tempo der Armutsreduzierung war in den letzten zwei Jahren niedrig und wir brauchen viel höhere Raten“, sagte Kobulia.

Der Minister stellte fest, dass die Arbeitslosenquote in Georgien zwar auch sinke, jedoch nicht so schnell wie man es sich zum Ziel gesetzt hat. „Während 2015 die Arbeitslosenquote 15% betrug, waren es 2016 14% und 2017 13,9%. Dies zeigt einen Rückgang, dies reicht aber nicht aus“, so Kobulia.

Der Wirtschaftsminister sprach Probleme mit georgischen und ausländischen Investoren an. Er gab an, dass die Investoren im Ministerium mit bürokratischen Problemen konfrontiert seien, was seiner Meinung nach durch ein besseres Dienstleistungsniveau aufgehoben werden könnte.

Kobulia sagte, dass in Georgien ein enormes Defizit an Elektrizität erwartet werde. Der Bau neuer Kraftwerke sei erforderlich, um dieses Defizit auszugleichen. „Wir bauen Shuakhevi HPP und werden Namakhvani HPP bauen, die 2022 in Betrieb gehen werden. Außerdem bauen wir Oni 2 HPP, Khudoni HPP und Tskhenistskhali HPP. Neben diesen großen HPPs planen wir, auch Kleinere zu entwickeln: 117 Projekte befinden sich in der technischen und wirtschaftlichen Prüfung, 26 weitere befinden sich in der Phase der Baugenehmigung und 22 sind bereits im Bau“, berichtete Kobulia.

Bei der Stromerzeugung sei Georgien das Land der Wind- und nicht der Sonnenenergie, glaubt Kobulia. „Wir haben ehrgeizige Pläne in Bezug auf Windenergie. Wir beginnen mit dem Bau von Windkraftanlagen ab 2020. Wir untersuchen das Sonnenpotenzial. In Bezug auf die Stromerzeugung ist Georgien eher ein Wind- als ein Sonnenland“, sagte Kobulia.

Den statistischen Angaben des georgischen nationalen Statistikamts zufolge wuchs die georgische Wirtschaft in den ersten 10 Monaten 2018 um 5,7% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

 

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