Aserbaidschan, Russland und die Türkei werden im Bereich des Schienenverkehrs enger zusammenarbeiten

Aserbaidschan, Russland und die Türkei werden im Bereich des Schienenverkehrs enger zusammenarbeiten

Am 6. Mai unterzeichneten die Leiter von Eisenbahnunternehmen in Russland, der Türkei und Aserbaidschan in Ankara ein trilaterales Memorandum über die Zusammenarbeit für die Entwicklung des Schienenverkehrs.

Das Memorandum sieht gemeinsame Maßnahmen zur Gewährleistung eines regelmäßigen Eisenbahnverkehrs auf der Strecke Baku-Tiflis-Kars, einschließlich der Festlegung von wirtschaftlich begründeten Tarifen und der Einbindung einer neuen Frachtlagerstätte vor.

Zu diesem Zweck werden die Parteien die Möglichkeit prüfen ein Projekt zum Bau einer zweiten Eisenbahnstrecke mit einer Spurweite von 1.520 mm im 76 km langen Abschnitt Akhalkalaki (Georgien) - Kars (Türkei) sowie eines Terminal- und Logistikzentrums in Kars durchzuführen.

„Das von uns unterzeichnete Memorandum ebnet den Weg für die Entwicklung des Transports auf der Strecke Baku-Tiflis-Kars, die derzeit unter der Leitung von aserbaidschanischen Eisenbahnarbeitern gebaut wird. Dies bedeutet, dass die Türkei in enger Zusammenarbeit mit den Ländern der ehemaligen UdSSR sowie mit Finnland, Bulgarien und dem Iran an den gemeinsamen technologischen Raum im Eisenbahnbereich angeschlossen wird“, sagte Oleg Belozerov, der Leiter der russischen Eisenbahngesellschaft. Die weitere Entwicklung des Korridors Baku-Tiflis-Kars in naher Zukunft würde die Voraussetzungen für die Organisation eines regelmäßigen Containerverkehrs zwischen der Türkei und Russland schaffen und die Türkei dauerhaft in das System der eurasischen Transportkorridore einbeziehen.

Die Eisenbahnstrecke „Baku-Tiflis-Kars“ (BTK) wurde am 30. Oktober 2017 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku eingeweiht. BTK hat eine Gesamtlänge von über 838 Kilometern, dabei führen 76 Kilometer über die Türkei, 259 Kilometer über Georgien und 503 Kilometer über Aserbaidschan. Sie würde demnach eine Fahrt von London nach Peking ohne Unterbrechung ermöglichen. Frachten, die aus China exportiert werden, können so über Kasachstan, Turkmenistan und über das Kaspische Meer die aserbaidschanische Hafenstadt Alat erreichen und von dort über Georgien und die Türkei nach Europa gelangen. Die gesamte Fahrt soll nur 15 Tagen in Anspruch nehmen.

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