Chinesischer Außenminister besucht Georgien

Chinesischer Außenminister besucht Georgien

Am 24. Mai besuchte der chinesische Außenminister Wang Yi Georgien. Dies war der erste offizielle Besuch eines chinesischen Außenministers in Georgien seit 23 Jahren. Nach Angaben des georgischen Außenministeriums wollte der Minister mehr über die Zukunft Georgiens und das Potenzial des Landes erfahren.

Während seines Besuchs traf sich Wang Yi mit Außenminister David Salkaliani, Premierminister Mamuka Bachtadse und der georgischen Präsidentin Salome Surabischwili.

Bei seinem Treffen mit Salkaliani stand der Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Logistik und Transport im Vordergrund. Salkaliani hob hervor, dass sich die chinesisch-georgischen Beziehungen „dynamisch“ entwickeln und dass ihre Zusammenarbeit in bilateralen und multilateralen Formaten „vorbildlich“ ist. Das Außenministerium berichtete, dass der Besuch die „klare Vision“ Chinas hinsichtlich der Rolle Georgiens bei der Durchführung großer Projekte bestätigte, die die Interaktion zwischen Europa und Asien fördern sollen. Die Frage der georgischen besetzten Gebiete wurde auch während der Treffen angesprochen und georgische Beamte erwähnten die „hohe Bedeutung“ der chinesischen Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität Georgiens.

Bei dem Treffen mit Ministerpräsident Bachtadse wurde der Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Handelspartnerschaften zwischen Georgien und China gelegt. Die Bedeutung der globalen Belt and Road-Initiative und der Beitrag Georgiens darin wurden ebenfalls erörtert.

Salome Surabischwili und Wang Yi führten ein Gespräch über die aktuelle Situation in Georgien und die Beziehungen des Landes zu den Nachbarstaaten. Die Parteien erörterten auch die Bedeutung der strategischen Lage Georgiens und die Herausforderungen, mit denen das Land in Bezug auf die Souveränität und territoriale Integrität konfrontiert ist. Die georgische Präsidentin bekundete ihr Interesse an einer Zusammenarbeit als Beobachterin im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen China und Mittel- und Osteuropa (Format 16 + 1) und stellte fest, dass Georgiens Beteiligung an dem Format die europäischen Bestrebungen Georgiens erneut unterstreichen wird.

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