Rurua zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt

Rurua zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt

Am 30. Juli wurde der Mitbegründer des oppositionellen Fernsehsenders Mtavari Arkhi Giorgi Rurua für den illegalen Besitz und das Tragen von Schusswaffen für schuldig befunden. Er wurde vom Stadtgericht Tiflis zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, berichtete agenda.ge. 

Rurua erklärte nach der Verurteilung, dass er ein politischer Gefangener sei. Sein Anwalt sagte den Medien, dass er „ein unfaires Urteil” erwartet hatte und fügte hinzu, dass er gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einlegen werde

Georgiens Premierminister Giorgi Gakharia kommentierte das Urteil. Er erklärte, dass jemand, der ein Verbrechen begeht, zur Rechenschaft gezogen werden müsse. Es spiele keine Rolle, ob er einen Fernsehsender besitze oder die Opposition ihn als politischen Gefangenen betrachte. Er fügte hinzu, dass das georgische Justizsystem „transparent“ sei und die Regierung sich niemals in die Angelegenheiten der Gerichte einmische.

Zwanzig georgische Oppositionsparteien veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, wonach Ruruas Verurteilung politische Gründe habe. „Das Abkommen vom 8. März hätte die Freilassung von Rurua zur Folge gehabt und besagt, dass Inhaftierungen aus politischen Gründen nicht akzeptabel sind. Ruruas Verurteilung ist eine politische Entscheidung von Bidsina Iwanischwili (der Leiter und Gründer der Regierungspartei Georgischer Traum) und zeigt den … Gehorsam der Justiz gegenüber der regierenden Partei“, heißt es in der Erklärung. Die Oppositionsparteien sagten auch, dass die Freilassung von Rurua die Gefahr einer intensivierten Spannung während des „schwierigen Wahlkampfs“ für den Staat verringern würde.

Die Verurteilung von Rurua warf auch in der internationalen Gemeinschaft Bedenken auf. „Ich bin weiterhin besorgt über die Verurteilung von Giorgi Rurua wegen falscher Anschuldigungen in Georgien - ein Rechtssystem sollte niemals zur Erreichung politischer Ziele eingesetzt werden. Präsidentin Surabischwili sollte Rurua begnadigen, um das politische Klima vor den Wahlen zu entschärfen“, twitterte der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des US-Senats, Jim Risch. Ein ähnlicher Tweet wurde auch von der EU-Parlamentarierin Anna Fotyga gepostet.

7896 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.