Kadyrows Reaktion auf Bidens Worte über die Probleme der LGBT-Gemeinschaft in Tschetschenien

Kadyrows Reaktion auf Bidens Worte über die Probleme der LGBT-Gemeinschaft in Tschetschenien

Ramsan Kadyrow hat US-Präsident Joe Biden, der am 22. September dazu aufgerufen hatte, die Rechte der LGBT-Gemeinschaft in Tschetschenien zu verteidigen, eingeladen, in die Föderationsrepublik zu kommen, um sicherzustellen, dass es in Tschetschenien keine sexuellen Minderheiten und keine Probleme mit ihnen gibt.

US-Präsident Joe Biden rief in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung dazu auf, die Rechte der LGBT-Gemeinschaft in Tschetschenien, Kamerun und anderswo auf der Welt zu schützen.

„Wir alle müssen uns für die Rechte von LGBT-Menschen einsetzen, damit sie in Tschetschenien, Kamerun oder in jedem anderen Teil der Welt ohne Angst und in Liebe leben können“, sagte er. Gleichzeitig legte der US-Präsident nicht genau fest, welche Maßnahmen zur Umsetzung dieser Aufgabe ergriffen werden sollten.

„Biden, dessen Land auf alle muslimischen Staaten wütend ist, die arabische Welt mit Bomben überzieht und Truppen aus Afghanistan beschämt zurückgeschickt hat, fing plötzlich an, die tschetschenische (Bundes-)Republik ohne jeden Grund zu erwähnen“, sagte Kadyrow.

Zuvor hatten die tschetschenischen Behörden als Reaktion auf die Untersuchung der Novaya Gazeta über die Verfolgung und Ermordung von nicht-heterosexuellen Menschen in der Republik erklärt, dass, wenn es in der Region Homosexuelle gäbe, sich deren Angehörige um sie gekümmert hätten.

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow bezeichnete Bidens Aussage als falsch. Kamerun sei ein eigenständiger Staat und Tschetschenien eine Region innerhalb Russlands, man könne sie nicht miteinander vergleichen, sagte er. „Aus der Sicht der politischen Geographie ist eine solche Auflistung falsch“, sagte er.

Am 13. September hat das Menschenrechtszentrum ‘Memorial’ (das vom russischen Justizministerium in das Register der ausländischen Agenten aufgenommen wurde) die Brüder Ismail Isaev und Salekh Magamadov als politische Gefangene anerkannt. Sie wurden wegen öffentlicher Kritik an den tschetschenischen Behörden und ihrer Zugehörigkeit zur LGBT-Gemeinschaft angeklagt.

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