Zchinwali: „Dem Westen ist es nicht gelungen, die Lage in Georgien zu destabilisieren“.

Zchinwali: „Dem Westen ist es nicht gelungen, die Lage in Georgien zu destabilisieren“.

Dmitri Medoev, der De-facto-Außenminister der separatistischen Region Zchinwali/Südossetien, sagte am 2. August zur Verschlechterung der Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien, dass es dem Westen nicht gelungen sei, die Situation in Georgien zu destabilisieren und es vollständig in die allgemeine antirussische Kampagne einzubeziehen, so dass er nun plane, eine zweite Front auf dem Balkan zu eröffnen.

„In der Ukraine läuft nicht alles so, wie es sich die Amerikaner und Briten wünschen. Dieses Spiel ist unglaublich riskant. Solche Aktionen können auf dem gesamten europäischen Kontinent detonieren und zu unvorhersehbaren Folgen für die ganze Welt führen“, erklärte er. Er betonte, dass die einzige richtige Vorgehensweise in diesem Szenario die ruhige Vorgehensweise der serbischen Führung sei.

Dmitri Medoev zufolge haben die militärisch-politischen Ereignisse, die sich um die Jahrhundertwende auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien ereigneten, das Interesse sowohl der europäischen als auch der nichteuropäischen Staaten geweckt. „Die Bombardierung Belgrads 1999 war der Höhepunkt des westlichen Zynismus gegenüber dem ehemaligen Jugoslawien“, fuhr er fort.

Der Kosovo und Serbien stehen am Rande einer bewaffneten Konfrontation. Das Kosovo will ab dem 1. August keine serbischen Dokumente mehr anerkennen. Vor diesem Hintergrund erklärte Belgrad, Pristina plane einen militärischen Angriff gegen die Kosovo-Serben. Die NATO-Mission im Kosovo (KFOR) hat sich bereit erklärt, einzugreifen, wenn die Stabilität des nördlichen Kosovo gefährdet ist.

1621 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.