Ilham Alijew nimmt Einladung zum Besuch im Iran nicht an

Ilham Alijew nimmt Einladung zum Besuch im Iran nicht an

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA schrieb, dass der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew zwar zu einem Besuch in Teheran eingeladen wurde, Baku diese Einladung aber noch nicht angenommen hat.

Die Agentur IRNA wirft außerdem dem aserbaidschanischen Sicherheitsdienst vor, unkonstruktive Behauptungen über die Verhaftung von Mitgliedern illegaler bewaffneter Gruppen mit Verbindungen zum Iran aufzustellen. "Der aserbaidschanische Sicherheitsdienst reagierte nervös auf den Besuch des armenischen Premierministers Nikol Paschinjan im Iran, indem er die alte Liste neu verbreitete und veraltete Themen ansprach", so die Agentur.

Die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Iran sind in letzter Zeit angespannt. Iranische Beamte erklärten, sie seien gegen jede Form der Grenzverschiebung in der Region und hätten die Möglichkeit, diese zu verhindern. Außerdem zeigt sich der Iran unzufrieden mit einer angeblichen israelischen Präsenz in Aserbaidschan. Einige aserbaidschanische Abgeordnete verurteilten hingegen das iranische Militärtraining an der Grenze zu Aserbaidschan. 

Außerdem wurde am 4. November der Besuch des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf in Aserbaidschan verschoben. Die Gründe dafür wurden nicht bekannt gegeben. Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass der Besuch zu einem günstigeren Zeitpunkt stattfinden würde.

Zuvor hatten die Außenminister Aserbaidschans und Irans ein Telefongespräch geführt, nach dem der iranische Außenminister ankündigte, dass der Sprecher des iranischen Parlaments in Kürze Aserbaidschan besuchen werde.

Wie bereits von Caucasus Watch berichtet, betonte der aserbaidschanische Staatschef Ilham Alijew, dass viel mehr Aserbaidschaner außerhalb Aserbaidschans leben als im Land selbst. "Ihre Sicherheit, ihre Rechte und ihr Wohlergehen sind für uns natürlich von größter Bedeutung. Wir werden weiterhin alles tun, um den Aserbaidschanern zu helfen, die von unserem Staat abgeschnitten sind, um sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, damit sie die aserbaidschanische Sprache, die aserbaidschanischen Traditionen und die aserbaidschanische Kultur bewahren, den Prinzipien des Aserbaidschanismus treu bleiben und niemals die Verbindung zu ihrer historischen Heimat abbrechen, so wie viele Vertreter anderer Völker unserer brüderlichen Turkstaaten außerhalb ihrer Staaten leben", fügte er hinzu. Es sei daran erinnert, dass Aserbaidschaner eine der größten ethnischen Gruppen im Iran darstellen. 

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