Musavat-Partei protestiert vor der iranischen Botschaft in Aserbaidschan

Musavat-Partei protestiert vor der iranischen Botschaft in Aserbaidschan

Am 15. November versuchte die aserbaidschanische Oppositionspartei Musavat einen Protestaktion vor der iranischen Botschaft in Baku abzuhalten. Polizeibeamte verweigerten den Demonstranten den Zutritt zum Botschaftsgebäude.

Die Aktion war ein Zeichen des Protests gegen die Verhinderung friedlicher Proteste im Iran, die Verletzung der nationalen und kulturellen Rechte ethnischer Aserbaidschaner in dem Land sowie die jüngste Zunahme der Drohungen gegen Aserbaidschan durch den Iran. 

Gegen 15.00 Uhr begann die Polizei, Aktivisten in der Nähe des Gartens von Mirza Fatali Akhundov festzunehmen. Die Demonstranten riefen "Freiheit, Gerechtigkeit, nationale Regierung", "Nieder mit dem Mullah-Regime" sowie andere Slogans.

Nach Angaben der Organisatoren wurden etwa 50 Demonstranten festgenommen, darunter Arif Hajili, der Vorsitzende der Musavat-Partei, Mustafa Hajibeyli, der Pressesprecher der Partei, und andere.

Zuvor, am 14. November, berichtete Caucasus Watch, dass der aserbaidschanische Staatssicherheitsdienst (SSS) erklärte, dass er weiterhin komplexe operative Ermittlungsmaßnahmen durchführt, um das Spionagenetz aufzudecken und die nachrichtendienstlichen Aktivitäten zu verhindern, die von den Vertretern der Sonderdienste der Islamischen Republik Iran gegen die Republik Aserbaidschan durchgeführt würden.

Die Pressestelle des aserbaidschanischen Außenministeriums berichtete, dass am selben Tag ein Telefongespräch zwischen dem Außenminister der Republik Aserbaidschan, Jeyhun Bayramov, und dem Außenminister der Islamischen Republik Iran, Huseyn Amir Abdollahian, stattfand. Die Minister erörterten aktuelle Fragen der bilateralen Agenda sowie die regionale Situation. Die Parteien erklärten, dass es notwendig sei, die aktuelle Situation in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die Sorgen über die öffentliche Rhetorik und andere bestehende Probleme im Rahmen des gegenseitigen Dialogs und Verständnisses zu lösen. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass es hilfreich wäre, eine Beziehung zwischen den Pressesekretären der Außenministerien herzustellen.

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