Sprecher von Erdoğan zu Details des armenisch-türkischen Normalisierungsprozesses

Sprecher von Erdoğan zu Details des armenisch-türkischen Normalisierungsprozesses

In einem Gespräch mit A Haber TV am 29. November beschrieb Ibrahim Kalın, der Pressesprecher des türkischen Präsidenten, den Verlauf der armenisch-türkischen Beziehungen positiv und sprach von möglichen Ergebnissen in absehbarer Zeit.

"Wenn ich mich nicht irre, fand am 1. oder 2. November ein Treffen an der Grenze statt, an dem zwei Delegationen [Armeniens und der Türkei] teilnahmen und bei dem technische Fragen besprochen wurden. Dabei ging es um die mögliche Öffnung der Landgrenze, ihre Kontrolle, Brücken, Straßen und Zollaktivitäten", sagte Kalın und merkte an, dass man frei über positive Prozesse sprechen könne.

In Bezug auf künftige Schritte erwähnte Kalın die Möglichkeit, die Grenze für Personen mit Diplomatenpässen und Bürger von Drittländern zu öffnen. Ibrahim Kalın bewertete das Treffen der Staats- und Regierungschefs Armeniens und der Türkei in Prag als vorteilhaft und hob hervor, dass es vor allem um die Erteilung von Anweisungen zu technischen Fragen ging. "Die Bergkarabach-Frage muss gelöst werden; der Krieg ist Vergangenheit, [was bedeutet] dass wir in die Phase des Lösungsprozesses eingetreten sind. Zum ersten Mal seit 30 Jahren gab es ein direktes Treffen zwischen den Staats- und Regierungschefs der Türkei und Armeniens, um ernsthafte Fragen zu erörtern", sagte Kalın und fügte hinzu, dass die Außenminister und Sonderbeauftragten Armeniens und der Türkei weiterhin in regelmäßigem Kontakt stünden.

Kalın betonte die Schritte Ankaras zur Koordinierung des Prozesses mit Aserbaidschan. "Obwohl Armenien im August zu Provokationen griff und Aserbaidschan darauf reagierte, haben die Verhandlungen wieder begonnen. Wir weisen die armenische Seite stets darauf hin, dass wir an einem stabilen Frieden im Kaukasus interessiert sind und Fortschritte in den Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan sehen wollen", fügte er hinzu.

Kalın zufolge ist es für Ankara wichtig, die Schritte mit Aserbaidschan zu koordinieren, denn man wolle nicht nur eine Teillösung, sondern eine Gesamtlösung.

491 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.