„Georgischer Traum“ wählt Bidzina Iwanischwili zum Parteivorsitzenden

„Georgischer Traum“ wählt Bidzina Iwanischwili zum Parteivorsitzenden

Laut einem Bericht der Nachrichtenseite Georgia Today wurde Bidzina Iwanischwili, früherer Premierminister Georgiens, am 11. Mai, am 5. Parteitag der georgischen Partei „Georgischer Traum“, zum Parteivorsitzenden gewählt.

Die Ernennung zum Parteivorsitzenden bedeutet seine praktische Rückkehr in die große Politik. In seiner Ansprache auf dem Parteigipfel ging der Parteichef auf die Hintergründe seiner Entscheidung ein: „Wir stehen vor einer großen Herausforderung, welche aufgrund von drei zusammenhängenden Gründen zustande gekommen ist“.

Der erste Grund sei die objektiv bestehende und wenig beneidenswerte soziale und wirtschaftliche Situation im Lande, sowie „ständige künstliche Versuche, ein noch dunkleres Bild dieser ohnehin schwierigen Situation zu zeichnen“.
Der zweite Grund sei die extrem destruktive Stimmung, die von den meisten Regierungsgegnern komme. Der dritte Grund liege in den Behörden , denn auch wenn es nur „kleine sind, so sind es doch unnötige Missverständnisse“, die den Interessen des Landes schaden. 

Darüber hinaus sagte Iwanischwili, dass die demokratische Entwicklung Georgiens mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes nicht im Einklang stehe und fügte hinzu: „Das Missverhältnis zwischen Demokratie und Wirtschaft ist so einzigartig, dass es schwierig ist, ein Land in einer ähnlichen Lage zu finden. Wirtschaft und Freiheit in traditionellen Demokratien nähren und ergänzen sich gegenseitig“.

Der ehemalige georgische Präsident, Michail Saakaschwili, erklärte die Wahl seines politischen Gegners zum Vorsitzenden der Partei "Georgischer Traum" damit, dass sich Iwanischwili angeblich vor einem Comeback von Saakaschwili fürchte. Iwanischwili habe außerdem Angst vor dem populären regierungskritischen Fernsehsender "Rustawi-2", welcher dafür sorge, dass die Menschen in Georgien "eine richtige Haltung" gegenüber Saakaschwili einnähmen sowie die angeblich "räuberische Politik" Iwanischwilis offenbare.  

 

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